No-Buy-Challange im Februar – mein Fazit mit Kostenaufstellung

Hallo meine Lieben! Heute ist es soweit! Meine große Bilanz zu meiner No-Buy-Challenge im Februar ist da. 🙂 Was hatte ich an Ausgaben und was an Einnahmen?

Ja auch die Einnahmen! Sonst würde man ja garnicht sehen, wie meine “Sparbilanz” letztendlich ausfällt. Außerdem habe ich kein Problem damit, meine Einnahmen offen zu legen. Eher möchte ich gerne auch andere dazu anspornen, mit den eigenen Finanzen offener umzugehen. Hierzu kann ich euch auch sehr das Buch “Mehr Geld für mehr Leben**” ans Herz legen. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich regelrecht verschlungen habe. 🙂 Seitdem fällt es mir leichter noch mehr zu sparen und man geht viel bewusster mit seinen Finanzen um. Finanzen sind nämlich ein sehr spannendes Thema. Hier können wir alle etwas voneinander lernen. Aber das ist ein anderes großes Thema. Jetzt rede ich nicht mehr großartig um den heißen Brei herum: Hier sind endlich meine Zahlen! 🙂

 

Meine Ausgaben und Einnahmen

Insgesamt hatte ich im Februar 2.251,90 € an Einnahmen. Ich hatte dazu 1.172,16 € an Ausgaben. Außerdem habe ich 720,00 € auf Tagesgeldkonten überwiesen. Zusätzlich habe ich über einen Automatismus, der jede Kartenzahlung um einen kleinen Sparbetrag aufrundet, 18,98 € auf Tagesgeldkonten gespart.

 

Was ist im Februar so passiert?

Wie jeden Monat sind auch im Februar unvorhergesehene Dinge passiert. Zum Beispiel ist mir eine Hose, die ich erst im Januar gebraucht gekauft hatte, in der Mitte durchgerissen. Mmmhz… Naja, passiert halt. 😉 Und da ich gerne einen lokalen Laden unterstützen und nicht schon wieder eine womöglich nicht so haltbare gebrauchte Jeans haben wollte, bestellte ich eine (nicht faire) Jeans für 29,99 € bei einem Laden in Wertheim, die nun aber hoffentlich ein paar Jahre hält.

Außerdem fing mein Auto an zu jammern (“quietsch, pfeiff, quetisch… Kauf mir endlich neue Bremsen!”). Also gut, dann mussten auch diesen Monat die (ja eigentlich längs überfälligen) neuen Bremsscheiben und -beläge für 233,93 € gekauft werden. Der Einbau hat mich nichts gekostet, da Fabi diese eingebaut hat. 😀 Danke! <3

Die Spritkosten diesen Monat waren leicht höher als sonst, da wir einmal eine Fahrt von ca. 500km zu einer Hausbaufirma gemacht haben. Dafür war das Wetter aber ab und an schon gut genug zum Rollerfahren, wodurch ich wieder Sprit gespart habe. Deshalb halten sich diese auch noch in Grenzen.

Auch wurde im Februar (wie jedes Jahr) der Kauf meines Roller-Versicherungskennzeichens fällig. Dieses Jahr kostet es mich sogar nur noch die Hälfte, da ich jetzt über 23 Jahre alt bin. Das waren glaube ich ca. 34,00 €. Den Betrag habe ich bar bezahlt.

Da ich diesen Monat hauptsächlich Lebensmittel für Fabi und mich eingekauft habe, hat mir Fabi hierzu 50 € anteilig beigesteuert. 🙂

Für unsere Unverpackt-Einkäufe hatte ich diesen Monat noch einen Restbetrag von ca. 20 € auf  meinem Gutschein für meinen Lieblings-Unverpacktladen. Daher konnte wir hier beim Einkauf auch noch ein bisschen was sparen.

Wir waren in Februar (soweit ich mich erinnere) nicht essen bzw. haben kein Fertigessen mitgenommen. Dafür haben wir (Fabi mehr als ich… hihi) häufig selbst lecker gekocht. 😛

 

Was hatte ich alles für Ausgaben und Einnahmen?

Einnahmen

Betrag Art
1.989,98 € Gehalt Stadt Würzburg
91,20 € Anzeigenblatt (1x/Woche Werbung austragen)
105,72 € Bitcoin-Marktplatz (Verkauf alter Kryptowährungen)
15,00 € Bar – Plasmaspende
50,00 € Zuschuss Lebensmitteleinkauf von Fabi
2.251,90 € Summe Einnahmen

Ausgaben

Betrag Art
60,00 € LBS (Sparbeträge für Bausparverträge)
29,99 € KULT Wertheim (neue Jeans)
18,98 € Kleingeldsparen auf Tagesgeldkonten
71,63 € Rewe
17,35 € Hofladen Sachsenhausen
8,41 € Handy
23,40 € 6er Buskarte (für 3x nach Würzburg und zurück)
105,97 € Tanken (Sprit)
720,00 € Sparen Tagesgeldkonten
0,20 € Krypto-Verkaufsgebühr (für Verkauf Ethereum)
17,56 € Unverpackt Würzburg
50,00 € Greenpeace Energy (Strom)
4,31 € Grundsteuer (mein anteiliger Betrag – abzgl. Fabis Beitrag – von 8,62€ im Quartal)
233,93 € Kfz-Teile-Shop (Bremsscheiben und Bremsbeläge Auto)
100,00 € Bargeldauszahlung (u.a. für Roller-Versicherungskennzeichen)
47,89 € Vodafone (Festnetzanschluss und Internet)
25,50 € Startnext (Unterstützung einer nachhaltigen Crowfunding-Kampagne)
12,50 € Stagepool (vergünstigter Mitgliedsbeitrag, obwohl nur kurze Zeit genutzt; lies sich nicht mehr ohne Weiteres kündigen – sehr ärgerlich…)
1,19 € Patreon (monatlicher Unterstützungsbeitrag für meinen Lieblings-Youtube-Kanal)
25,00 € Sportverein Böttigheim (Jahresbeitrag Bogensportverein)
15,00 € neues Handy (da Netzverbidung bei meinem alten Handy gestört; gebraucht von Ebay-Kleinanzeigen)
112,22 € Allianz (Privatrenten- und Berufsunfähigkeitsversicherung)
270,00 € Miete (mein anteiliger Beitrag – abzgl. Miet-/Strom-/Festnetz-/Wasser-Anteil von Fabi – von 640€ Warmmiete im Monat)
1.971,03 € Summe Ausgaben

 

schwarz – regelmäßige feste Einnahmen/Ausgaben

blau – regelmäßige variable Einnahmen/Ausgaben

orange – ungeplante/wechselnde Einnahmen/Ausgaben

 

Mein Fazit

Ich meine: Da geht noch was!

Zum Beispiel hätte ich mehr Bus fahren können (was ich in Zukunft aber auch vor habe), um mein Sprit-Budget und die Umwelt mehr zu schonen.

Bei der neuen Jeans… Mhm. Da bin ich etwas zwiegesapelten. Einerseits hätte ich wieder eine gebrauchte Jeans etwas günstiger kaufen können (was ich sonst in 80% der Fällte tue). Andererseits brauche ich dringend eine “gescheite” Jeans für den Alltag, da ich nach meinen letzten Aussortier-Aktionen nun nurnoch 2 lange Hosen im Schrank hatte. Ich entschied mich für die teurere Variante. Insofern hoffe ich einfach mal, dass es eine schlaue Investition war.

Ja, die 25,50 € auf Startnext waren mal wieder eine Impuls-Spende (sowas hab ich öfter mal)! 😀 Wenn man mal wieder meint, man muss unbedingt jetzt, etwas für die Welt oder andere tun. 😉 Aber was solls… Es ist ein nachhaltiges Projekt für Shampoopulver, das ich echt faszinierend finde, und ich bekomme letztendlich auch selbst so ein Shampoo-Pulver-Paket. Also dafür wieder weniger festes Shampoo kaufen! :3

Alles in allem habe ich mich doch ganz wacker geschlagen finde ich. 🙂

Und: Was ich mir durch diese Aktion angelegt habe ist eine “Anschaffungs-Liste“. Das ist ein A4-Papier, das bei uns an einem Küchenschrank hängt, wo jeder (aktuell nur ich) seine Anschaffungswünsche eintragen kann, also Produkte, die man gerne hätte, aber nicht unbedingt oder nicht so dringend braucht, z.B. ein externes Laufwerk, Knieschoner zum Inlinerfahren etc. Statt diese “impuls-mäßig” direkt zu kaufen, schreibe ich diese auf die Liste. Was hier drauf steht, wird nicht sofort gekauft. Und in ein paar Wochen kann man nochmal drauf schauen und reflektieren, was man wirklich braucht. Sehr einleuchtend! Probiert es mal aus!

 

Was meint ihr zu meiner Bilanz? Was könnte man besser machen? Wie sieht es bei euch aus?

 

 

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Julia vom ZWOBlog

Ich, Jahrgang 1997, gelernte §§-Tante im Büro und stolzes Landei möchte die Welt endlich ein kleines bisschen besser machen... mit dem Ziel, Fußspuren nicht zu verwischen, sondern weniger zu hinterlassen.

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4 Kommentare

  1. Ich finde es toll, daß Du so offen, auch mit Deinen Einnahmen, umgehst. Wir vergleichen uns ja alle immer mit irgendwem, meisten mit den Falschen, da bringen so offene Angaben etwas Entspannung rein. Für eine NEUE Jeans für 29,99 brauchst Du Dich wirklich nicht zu entschuldigen, da Du sie ja jahrelang nutzen willst. Weiter so, denn wenn jeder nur so WENIG macht wie Du, ist die Welt noch zu retten!

    1. Danke! Das denke ich auch. Ich finde, Finanzen müssen allgemein etwas offener kommuniziert werden. Da könnte man bestimmt auch das ein oder andere von anderen lernen. Und wahrscheinlich käme man sich auch im Schnitt gar nicht mehr so arm oder ungerecht bezahlt vor. In Schweden zB sind die Einkünfte anderer ja scheinbar sogar öffentlich einsehbar, siehe auch dieser Artikel: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article211576155/Darum-sind-in-Schweden-Einkuenfte-und-Schulden-oeffentlich.html Da sind uns die Schweden mal wieder etwas voraus. 😉
      LG Julia

  2. Im großen Ganzen verdichtet sich persönliche Genügsamkeit in der Wachstumskritik. Die degrowth-Bewegung zeigt auf, wie Wachstumsrücknahme und Suffizienz gelebt werden können. Jährlich finden Konferenzen statt https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Degrowth-Konferenz und es gibt zunehmend wissenschaftliche Publikationen dazu: https://timotheeparrique.com/academic-articles/ . Events wie Deine challenge oder der “buy nothing day” https://de.wikipedia.org/wiki/Kauf-nix-Tag sind Schritte auf dem Weg zur Postwachstumsökonomie.

    1. Danke für deinen Impuls! Ich habe mich mal in deine Links reingeklickt. Sehr interessant! 🙂 Ja, wir sollten alle mehr auf unseren Konsum achten. Ich denke auch, dass die Welt sich damit abfinden können muss, dass stetiges Wachstum irgendwo enden muss. Und wir können auch nicht immer mehr konsumieren. Sparsamer zu Leben hat auch gleich mehrere postive Wirkungen: Es ist ressourcenschonend. Es fokussiert uns auf die wichtigen Dinge des Lebens und macht glücklicher. Es spart Geld. Es lässt uns mehr frei einteilbare Zeit haben (durch weniger Arbeiten um Geld zu verdienen).
      Liebe Grüße
      Julia

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